Marius Kersten 4.4.2018

 

Gesundheits-Themen

 

Heilfasten

Mit "Fastnacht" beginnt die Fastenzeit. Fasten bedeutet: nichts essen. Viele wissen das nicht mehr und meinen, es bedeute, nicht mehr so viel zu rauchen und nicht mehr so viel Alkohol zu trinken. 

Warum fasten?

Als arterhaltendes Prinzip der Schöpfung sind Pflanzen, Tiere und Menschen zyklisch wiederkehrenden Entwicklungs- und Rückentwicklungsabschnitten unterworfen. In der Zivilisation ist dieses Prinzip gestört:  Wir durchleben im Jahreslauf lediglich eine Zuwachsphase. Die zwangsläufig nötige Rückbauphase ist inzwischen immer häufiger den auszehrenden Krankheiten und dem Sterben vorbehalten. Jährlich wiederkehrender Rückbau ist für überdauernde Gesundheit nötig und wird in Religionen und Kulturen im Fasten verwirklicht. 

Heilfasten - Bindegewebe entschlacken, Figur korrigieren, 25 Kg Übergewicht abnehmen, Krebs, chronischen Krankheiten und Herz-Kreislauf vorbeugen   Januar  Heilfasten - Bindegewebe entschlacken, Figur korrigieren, 25 Kg Übergewicht abnehmen, Krebs, chronischen Krankheiten und Herz-Kreislauf vorbeugen   März

Was geschieht beim Fasten?

Fasten wird in unserer Naturheilpraxis erfolgreich als Heilmethode benutzt und wird dann Heilfasten genannt: Aus Gesundheitsgründen wird während der Zeit von Aschermittwoch bis Montag vor Ostern für einen Zeitraum, den sich der Fastende steckt,  nichts - und zwar gar nichts - gegessen, bis maximal und indealerweise 40 Tage lang. Beim Heilfasten ist das Abnehmen ein erfreulicher Nebeneffekt. Er macht über eine Fastenzeit von sechs Wochen nach Erfahrung in unserer Naturheilpraxis rund einen halben Zentner (!) aus. Vorteil ist der Abbau von "Gewebeschlacken". Solchen Gewebeschlacken begegnen wir zum Beispiel in Form von Zellulitis, Verhärtung der Rückenhaut und auf den Oberarmen, schlechtem Atem, Bauchauftreibungen und Bluthochdruck. Gewebeschlacken sind überwiegend unsichtbar. Sie behindern im ganzen Organismus die Gewebsdurchströmung und verringern nicht nur die Nährstoffversorgung der Gewebe, sondern auch den Abtransport der Zellstoffwechselrückstände. So entwickelt sich der Nährboden für Allergien und für schwere Krankheiten. Die Verhältnisse spielen auch bei der Entstehung der tödlich verlaufenden Herz-Kreislauferkrankungen und der Krebserkrankung mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit eine Rolle. Jährliches Fasten dient in erster Linie der Entschlackung und Stoffwechselregeneration. Gezielt und erfolgreich wenden wir in unserer Naturheilpraxis Fastenkuren beispielsweise bei Rheuma, Bluthochdruckerkrankung, Autoimmunerkrankungen, Allergien und Schuppenflechte an.

Welches Gefühl hat man beim Fasten?

Fasten ist kein Spaß. Es fällt nicht leicht, erfordert Überzeugtheit, Entschlossenheit, persönliche Stärke sowie Widerstandskraft gegen Verführungen und gegen eine rücksichtslose und verständnislose Umgebung. Die ersten paar Tage - so lange Energiereserven aus Blut, Muskeln und Leber noch vorhanden sind - ist man hungrig und mit Gedanken an Essen beschäftigt. Wenn die flüchtigen Energiespeicher nach ein paar Tagen aber leer sind und der Körper aus seiner Struktur Energie freisetzen soll, ist zwar der Hunger weg, aber eine Menge von starken Emotionen, innerem Widerstand und psychischen Imperativen stellt sich der Fortführung des Fastens vehement entgegen. Diese schwierige Phase wird gelegentlich als sogenannte Fastenkrise bezeichnet. Einige Fastenversuche überstehen die Fastenkrise nicht, nicht einmal dann, wenn sie durch Schulung und Betreuung auf die Krise vorbereitet sind.
Die Teilnehmer, die beim Fasten alles richtig machen, haben nach unseren Erfahrungen nach den ersten, schwierigen Tagen nicht mit Hunger zu kämpfen. Manche Teilnehmer spüren Umstellungsfolgen wie Kreislaufaufstörungen oder Schwindel. Andererseits sind sie geistig regsamer, deutlich intelligenter und mental wendiger als sonst, haben auffällig gute Laune und gute Ideen, können besser schlafen, fühlen sich erholter, leichter, stärker, geduldiger und zunächst ausdauernder. Im späteren Verlauf nimmt die Körperkraft und die sportliche Ausdauer etwas ab, die mentalen Stärken nehmen weiter zu. Andererseits häufen sich die Impulse, das vorgesehene Fasten frühzeitig zu beenden. Gegen Ende der regulären Fastenzeit stehen die Entwicklung der persönlichen Stärke, Zuverlässigkeit und Wahrhaftigkeit im Vordergrund und sind den größten Prüfungen ausgesetzt. Hier lernt der Fastende sich selbst kennen: unter Umständen eine unerwartete Begegnung. Denn in der Not neigt das persönlich schwach entwickelte Individuum zu Selbstbetrug, Verrat und anderen Abgründen. Erfahrungsgemäß erreicht und übersteht ein sehr kleiner Kreis von Teilnehmern diese wichtige Fastenphase. Von den anderen hat jeder seine ganz detaillierte und konkrete Geschichte, warum er sich der Erfahrung vorzeitig entzogen hat. Das Schöne ist, daß nach der überstandenen Kur die Strapazen in der Erinnerung völlig in den Hintergrund treten und der Erfahrungsbericht durchaus positiv und mit auffälliger Leichtigkeit besetzt ist. Deshalb wundert es nicht, daß erfolgreiche Teilnehmer auch in der folgenden Jahren wieder fasten.

Welche Probleme sind beim Fasten typisch?

Hunger und Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Frösteligkeit, Übellaunigkeit, Darmverstopfung mit Kopfschmerzen und schlechtem Atem sind das Resultat von Fastenfehlern, Trägheit und mangelnder Bewegung. Denn wer fastet, muß sich regelmäßig und ausdauernd bewegen, genügend und regelmäßig auf den Tag verteilt frisches Wasser trinken und sich nach Möglichkeit spirituell fördern. Wenn Sie die Erfahrung machen, daß Ihnen Fasten nicht bekommt, sollte Ihre Fastenkur nicht abgebrochen werden, sondern Sie sollten sich zur Fastenbetreuung in unserer Naturheilpraxis anmelden. Wir werden prüfen und messen, ob und wie eine eventuelle Entgleisung wieder zu beheben ist, damit Sie mit Spaß und Erfolg weiter fasten können.

Gibt es nicht auch Fastenkuren, bei denen bestimmte Nährstoffe nötig sind?

Beim Fasten werden keine Vitamine zugeführt und auch nicht benötigt. Spezielle Formen der Fastenkur wollen auf die übersäuerte Stoffwechsellage beim Fasten eingehenden und führen deshalb durchaus Nährstoffe zu: Säfte, Suppen, gesüßten Tee. Gelegentlich spielen bei manchen "Heilfasten"-Kuren sogenannte Basensuppen eine Rolle. Gemeint ist das herzhafte Gemüsekochwasser von Kartoffel, Roter Bete, Sellerie, Möhre, Petersilienwurzel, Pastinakenwurzel und gerösteter Zwiebel.

Bei unserem Heilfasten wollen wir diese offenkundigen Fasten-Erleichterungen nicht etablieren, weil wir glauben, daß eine Teilernährung mit Säften und Suppen nicht gesund ist und zudem mit echtem Fasten nichts zu tun hat.

Viel ausdauernde Bewegung an frischer Luft, die zum tiefen Atmen anhält, spielt nicht nur für das Wohlbefinden des Fastenden überhaupt die wesentliche Rolle, sondern hier wird tatsächlich eine erhebliche Bindegewebe- und Säurelast in Form von Kohlendioxid abgeatmet.

Kann jeder Fasten?

Mit Gewißheit vom Fasten ausgeschlossen sind Schwangere, Schwerarbeiter, stillende Mütter, Kinder, Greise und Schwerkranke. 

Regelmäßige Medikamenteneinnahme bedingt individuelle Arzneiwirkstoffmengen im Körper. Aus gutem Grund sind sie oft langfristig "eingestellt". Beim Fasten können Wirkmengenverschiebungen entstehen, die bei manchen Krankheiten mit gesundheitlichen Risiken verbunden sind. Dieser Umstand muß berücksichtigt werden und kann im Einzelfall zum Fastenausschluß führen.  

Nach Ansicht medizinischer Kreise soll bei Eßstörungen Heilfasten keine geeignete Methode sein.

Ein Wort zum Jojo-Effekt

Der Begriff beschreibt exzessive Gewichtszunahme nach dem Hungern. Der Effekt geht auf Fastenfehler zurück. Unter den Bedingungen  stellen sich die Hormone und das Gehirn darauf ein, dem Körper schnell wieder zur Bildung von Reserven zu verhelfen. Das will in Wirklichkeit keiner. Um den Jojo-Effekt nach dem Fasten zu vermeiden, sollten Sie deshalb fachkundig betreut sein. Bei den Fastenkuren in unserer Naturheilpraxis sind die Teilnehmer medizinisch betreut, nachhaltig geschult und darauf eingestellt, nach dem Fasten mit dem Essen Maß zu halten und Ernährungsfehler zu vermeiden. Das fällt nach dem Fasten leichter als vorher. Der Grund: Nach dem erforgreichen Fasten wird gesunde Ernährung nicht mehr durch schädliche Gelüste gestört, weil sich der Darm erholt hat und seine Aufgabe wieder besser erfüllt. Dadurch entfällt das Bedürfnis für schnell verfügbare, hochkalorische und süße Nährmittel - die wesentlichen Nährmittel, die für das zivilisationsbedingte Gesundheitsfiasko verantwortlich sind.
Ein wesentliches Gebot, um unerwünschten Speicherstoffwechsel in Verbrauchsstoffwechsel zurückzustellen, ist erschöpfender, regelmäßiger Ausdauersport ohne "Wenn und Aber": Zweimal wöchentlich 40 Minuten Dauerlauf - draußen, an der frischen Luft, ohne Stöcke, ohne Spaziergang, ohne (Trink-) Pause...

Die mäßige Gewichtszunahme nach dem Hungern ist gesund, natürlich und normal. Im Unterschied zu vorher hat man nun kein ranziges, verschlacktes, Jahrzehnte altes Gammelfett, sondern frisches, junges, unverschlacktes Körperbaufett, das Teil der gesunden Figur ist, jugenderhaltende Stammzellen beherbergt, und das sich im übrigen schon auf das Fasten im nächsten Frühjahr freut!

 

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Stand: 12. April 2018